Bayernliga-Wunder für SpVgg?
Zum Abschluss kommt die SpVgg Bayreuth - 13 Spieler gehen
WEIDEN. Auch wenn es wahrscheinlich nichts mehr nützt, der 4:2-Sieg der SpVgg Weiden bei den Amateuren der SpVgg Greuther Fürth, macht die Abstiegsfrage vor dem letzten Bayernliga-Spieltag noch einmal ein bisserl spannend. Wolfratshausen und Schweinfurt stehen als Absteiger fest. Nichts mehr zu erben gäbe es für die SpVgg Weiden und dem SC 04 Schwabach, wenn die SpVgg Ansbach wenigstens ein Unentschieden erreicht.
Verlieren aber die Ansbacher und gewinnen Schwabach und Weiden käme es noch einmal zu Entscheidungsspielen der drei Teams. Der Sieger müsste dann gegen den FC Bayern Hof (Zweiter der Landesliga Nord) gewinnen, um dann noch eine "allerletzte Chance" entweder gegen den ASV Neumarkt oder den FC Kempten zu haben. Das Spiel am "grünen Tisch" ist aber damit noch nicht zu Ende. Wenn nämlich der SSV Jahn Regensburg bis zum 10. Juni die Ausfallbürgschaft von 950 000 Euro nicht aufbringt, muss die Mannschaft von der Regional- zurück in die Bayernliga. Jahn Regensburg II - Achter der aktuellen Bayernliga-Tabelle - würde in die Landesliga Mitte verbannt und alle anderen Mannschaften rücken jeweils um einen Platz nach vorne.
Am kommenden Samstag, 4. Juni, hat es die SpVgg Weiden noch einmal mit der SpVgg Bayreuth zu tun, die als Meister direkt in die Regionalliga aufsteigt und sich deshalb am Wasserwerk wahrscheinlich kein Bein mehr ausreißen wird.
Der SC Schwabach empfängt die Amateure des SSV Jahn Regensburg. Bleibt also nur zu hoffen, dass die Ansbacher gegen Greuther Fürth verlieren, denn sonst ist alles aus. Aber die beiden Mittelfranken werden sich wahrscheinlich schon "einigen".
Ob es nun zu einem "Bayernliga-Wunder" für die SpVgg Weiden kommt oder nicht, in der Führungsetage haben der 1. Vorsitzende Michael Fritsch, Manager Charly Aldermann und Cheftrainer Thomas Brunner bereits mit den Planungen für die Landesliga begonnen. Vor allem die Personalsituation wird derzeit erörtert.
Fünf Spieler - Christian Bachmann, Roland Mehltretter, Tobias Puscher, Michael Gerl und Dominik Heimler - haben nämlich schon während der Saison das Wasserwerk verlassen. Den Stuhl vor die Türe gesetzt bekamen außerdem Robert Wendl und George Berberoglu. Engin Candan - erst in der Winterpause als echte Verstärkung geholt - wurde als nicht mehr "bayernligareif" eingestuft, genauso wie Sebastian Dietz, der sich bereits dem Freien TuS Regensburg angeschlossen hat.
Nun haben sich vom vermeintlichen Absteiger weitere Spieler freiwillig verabschiedet. Turan Bafra kehrt zu seinem Stammverein nach Röslau als Spielertrainer zurück. Klaus Hermann versucht sein Glück beim SV Etzenricht in der Bezirksoberliga, wo sein ehemaliger Mannschaftskamerad Christian Stadler als Coach arbeiten wird.
Michael Schlechte wechselt ebenfalls als Spielertrainer zum TSV Pressath und Samuel Bachmeier zieht es zum Freien TuS Regensburg. Zusammengerechnet verlassen also 13 der 32 Spieler des Mannschaftskaders die Schwarz-Blauen.
Florian Schrepel hält sich dagegen noch bedeckt. Er hat vor, höherklassig zu spielen und einige Vereine sollen bereits bei ihm angeklopft haben. Auch noch nicht festgelegt haben sich Thomas Rösl und Peter Romeis.
"Wir müssen auf jeden Fall aufstocken und uns verstärken, denn unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg", betont Charly Aldermann gegenber der OWZ. "Die Verhandlungen laufen bereits." Sicher scheint, dass Michael Riester vom SC Luhe-Wildenau kommen wird.
Vom Kader des neuen Regionalligisten SpVgg Bayreuth sind Torwart Christian Bergmann, Mario Rasp, Roy Stapelfeld und Florian Wurster im Gespräch. Auch Florian Scheidler vom SV-Detag Weiden soll ans Wasserwerk zurückkehren.
Hundertprozentige Fakten sind aber derzeit von den Verantwortlichen der SpVgg Weiden noch nicht zu erfahren. "Wichtig ist, dass wir uns am Samstag gegen die SpVgg Bayreuth mit einem tollen Spiel um die noch verbliebene allerletzte Chance mit dem Namen Bayernliga-Wunder von der verkorksten Saison verabschieden." (kf)
Quelle:
http://oberpfalznet.de/zeitung/722333-132,1,0.html
Also gut, einigen wir uns auf unentschieden.