28.05.2007 17:05
1:3-Niederlage der SpVgg beim Meister Jahn Regensburg war durchaus vermeidbar
fussball
Von Andreas Bär
Die SpVgg Bayreuth hat durch eine durchaus vermeidbare 1:3 (1:2)-Niederlage beim feststehenden Meister SSV Jahn Regensburg den Sprung auf den dritten Tabellenplatz der Bayernliga verpasst.
Die Altstädter waren bei den zuhause noch ungeschlagenen Regensburgern über weite Strecken optisch überlegen und spielten sich auch zahlreiche Chancen heraus. Lediglich eine einzige wurde jedoch genutzt: Roy Stapelfeld drückte eine herrliche Seufert-Flanke über die Linie (17.) und sorgte für die Führung. Hätte Markus Fuchs drei Minuten später abgelegt, anstatt knapp am Tor vorbei zu schießen, wäre die SpVgg vielleicht schon auf der Siegerstraße gewesen.
So aber zeigten die Regensburger doch noch ihre Stärke. Eigengewächs Andreas Schäffer brachte Stoilov binnen zwei Minuten zweimal in Aktion: Erst traf der baumlange Tscheche per Kopf, dann bugsierte er das Leder aus 16 Metern krachend in den Torwinkel (24./26.).
„Da haben wir ihn zweimal eingeladen“, haderte allerdings der Altstädter Interimscoach Alexander Hofmann. Erst hatte Benjamin Demel unnötig an der Seitenlinie gefoult und Marcel Mayr beim folgenden Freistoß Stoilov aus den Augen gelassen, ehe vor dem 2:1 Pavlovics Fehler den tollen Sololauf von Schäffer ermöglichte.
Just als Bayreuth am Ausgleich schnupperte, war es dann Routinier und Publikumsliebling Harry Gfreiter, der die Entscheidung mit einem herrlichen Lupfer markierte. Der Oldie im Jahn-Team sorgte damit wohl für seinen persönlichen Ausstand, da sein Vertrag nicht verlängert wird.
Spielerisch überzeugten zu diesem Zeitpunkt gegen ein vom Mallorca-Urlaub gezeichnetes Jahn-Team fast nur noch die Bayreuther. Insbesondere der an alter Wirkungsstätte spielfreudige Stefan Seufert und Markus Fuchs sorgten dabei für Wirbel, blieben aber glücklos. Vor allem Fuchs, im Vorjahr in Regensburg mit einem Last-Minute-Treffer noch Matchwinner, war nicht vom Glück verfolgt. Schon vor der Pause hätte er mit einem von Lengsfeld zur Ecke geklärten Lupfer (29.) und einem knapp verzogenen Kopfball (32.) für den Ausgleich sorgen können. In der 58. Minute klatschte dann ein verunglückter Kopfball auf die Querlatte. Vier Minuten später bediente der Torjäger Roy Stapelfeld, der das Spielgerät über das Tor bugsierte – drei Minuten danach fiel auf der Gegenseite das 3:1. Vor allem auch dieser Gegentreffer brachte Alexander Hofmann in Rage: „Ich frage mich, ob der Mann aus der Viererkette da Brotzeit an der Mittellinie gemacht hat“, zürnte er in Richtung Sandi Pavlovic, der nur zwei Minuten später vom Feld genommen wurde.
Allerdings hatten die Regensburger auch vorher schon andere Gelegenheiten gehabt, um den Sieg zu sichern. SpVgg-Torwart Hassler zeichnete sich gegen Dvorak (18.), bei einem Kopfball von Brysch (35.) und und einem Solo von Schmid, während Seufert bei einem Schuss von Romminger für den Schlussmann auf der Linie klärte (42.).
„Wir wurden hier unter Wert geschlagen“, erkannte auch der erstmals geschlagene Interimscoach Alexander Hofmann, der sich aber grundsätzlich zufrieden mit der engagierten Leistung seiner Elf zeigte. „Nur die Chancenverwertung war einmal mehr unser Manko.“
Jahn Regensburg: Lengsfeld – Bambara, Escherich, Brysch, Romminger – Gfreiter (81. Atmani), Kreis, Schäffer, Dvorak (65. Bauer) – Stoilov (71. Pollinger), Schmid.
SpVgg Bayreuth: Hassler – Lempke, Demel, Mayr, Pavlovic (68. Kossmann) – Heckenberger, Walther, Stapelfeld – Seufert, Sicenica – Fuchs (77. Vlaovic).
SR: Pflaum (Hallstadt); Zuschauer: 2000.
Tore: 0:1 Stapelfeld (17.), 1:1 und 2:1 Stoilov (24. und 26.), 3:1 Gfreiter (65.).

Viele SpVgg-Aktionen gingen von Stefan Seufert (links) aus, der hier vor Andreas Brysch zum Schuss kam. Im Abschluss blieb er aber glücklos. Foto: Bär
Quelle:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/ne ... ls_136.htm